Das Kreuz der vier Lübecker Märtyrer
Das Altarkreuz in St. Michael Leer zieht die Blicke sofort auf sich, wenn man in den Kirchraum geht. An der schlichten Rückwand des Altarraumes hängen die vier Holzteile, die in der Mitte mit einem 45-Grad-Winkel zusammen gehören. Die Gehrungen sind dabei nicht geschlossen, sondern bilden einen spannungsvollen Abstand.

Die vier Holzteile mit einer Länge von jeweils 1,80 m als Durchschnittsgröße eines Menschen symbolisieren die vier Lübecker Märtyrer Johannes Prassek, Eduard Müller, Hermann Lange und Karl Friedrich Stellbrink.
Aus einer Eiche wurde der Stamm gespalten und bildet so zwei fast identische Spaltbilder. Die gespaltenen Oberflächen betonen einen Lebensprozess, nichts ist geglättet oder geschönt.
Aus vier Holzteilen entstand so das „Kreuz der vier Lübecker Märtyrer“. Es nimmt den an den Kirchraum angeschlossenen Raum des Gedenkens in die Liturgie hinein.
Anlässlich des 82. Todestages der Lübecker Märtyrer am 10. November 2026 entstand diese Video-Collage der Kreuz-Entstehung: